Kurzbericht Gambiaeinsatz Oktober/November 2009

Am 15. Oktober 2009 machten sich 4 Mitglieder unseres Vereins auf den Weg nach Afrika.

Joachim Liebenow, Gabriele Kunkel, Arno Weck und Marianne Achterberg, eine Woche später folgten noch Cornelia Boldt und Marianne Deinhardt (die mehrtägige Krankheit der beiden sollte für uns Anlass sein, Mitarbeiter, die das erste Mal nach Gambia fahren, besser auf diese Reise vorzubereiten).

Erstmals wollten wir Schulgeld auszahlen, weiterhin sollten die Geschenke an die Patenkinder und deren Familien übergeben werden und die Aktion „100 Säcke Reis gegen den Hunger“ sollte mit Leben erfüllt werden.

Mit der Unterstützung und der Hilfe von Lamin gelang es uns, sämtliche Patenkinder ausfindig zu machen, zu fotografieren, Geschenke, Reis und Schulgeld zu übergeben.

Die persönliche Übergabe von insgesamt 126 Sack Reis anstelle der geplanten 100 Sack (möglich durch den günstigen Umtauschkurs) an Familien und Schulen war ein beeindruckendes Ereignis für Spender und Empfänger. 12 neue Patenkinder für Pateneltern in Deutschland konnten aufgenommen werden.

Der Kontakt mit Mitarbeitern der DLRG war nicht so erfolgreich, wie wir gehofft hatten, trotzdem war die DLRG für uns eine große Hilfe, wurden doch die Familienkisten und sonstigen Spenden im Container der DLRG nach Gabmia verschifft und dort für uns zwischengelagert, in diesem Sinne sollten wir die Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen und verstärken.

Beim Besuch der Schule in N’dofan wurden wir vom desolaten Zustand der Schulgebäude, aber insbesondere der sanitären Einrichtungen überrascht und wir stellten fest, hier sollten wir unsere Hilfe verstärkt auf eine Änderung der Zustände konzentrieren.

Bei unserem Einsatz konnten wir weitere Kontakte knüpfen – einmal zur Augenklinik in Serrekunda, dies ist sicher der effektivste Empfangsort für Brillen, zum anderen auch mit dem Gesundheitsministerium.

Bezüglich dem Wunsch, ein eigenes Auto in Gambia zu besitzen und dort zu nutzen, mussten wir feststellen, dass es Wichtigeres gibt und das Auto allein uns nicht hilft, wir sind immer auf die Hilfe von Einheimischen angewiesen und hier ist Lamin die Hilfe, die wir brauchen – er hat ein Auto, groß genug, um uns alle zu transportieren und auch noch eine Menge Gepäck mitzunehmen, er spricht recht gut unsere Sprache und kann als Dolmetscher dienen und er hat neben den nötigen Beziehungen an vielen Stellen auch den Elan und die Begeisterung, sich hinter unsere Sache zu stellen.

Der Kauf von einheimischen Produkten – Kakaobutter, Schnitzereien, Ketten und Armbänder, Stoff und Ähnlichem hat gut geklappt und ist eine Sache, die unsere Präsentation in Deutschland interessanter für die Besucher macht.

Zusammenfassend kann gesagt werden, der Einsatz war recht erfolgreich, alle gestellten Aufgaben wurden bewältigt. Die Reisen im Oktober/November stellte allerdings für die Mitarbeiter eine große Strapaze dar – die Regenzeit war noch nicht ganz zu Ende und die Temperaturen waren extrem hoch. Wir haben mit den Schulen und Kindergärten die Option vereinbart, dass unsere Schulgeldzahlung auch im Dezember/Januar möglich ist. Weiterhin haben wir alle möglichen Kontaktmöglichkeiten mit den Schulen und Kindergärten erfragt und sind in der Zukunft so in der Lage, kurzfristig auch Kontakte aufzunehmen und zu kommunizieren.

Um die Arbeit in Gambia zu erleichtern, sollten wir in Deutschland mehr Augenmerk beim Packen und Sortieren von Spenden verwenden (abgelaufene Medikamente, saubere Kleidung usw.).


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