Die Bananenkiste fertig gemacht…

IMG_6028(Artikel von Corinna und Stefan Gotthold)

Vor ein paar Tagen hatte ich ja schon beschrieben, was in eine Bananenkiste für ein Patenkind aus Gambia gehört. Wer diesen Artikel lesen möchte, kann das hier tun: Eine Bananenkiste für mein Patenkind…

Meine Frau und ich haben uns nun daran gemacht, die Sachen für unser Patenkind und die Bewohner des Dorfes N’dofan fertig zu machen und einzupacken.

Was wir besorgt haben, warum und was das alles gekostet hat, möchte ich hier kurz Beschreiben.

Vielleicht kann sich der ein oder anderen dann daran orientieren.

 

Unser erster Gang am gestrigen Tag, galt natürlich dem Discounter “Lidl” um sich eine Bananenkiste zu besorgen. Ohne diese kann man natürlich schlecht eine Bananenkiste befüllen und verschicken.

Diese Übung war nicht schwer, man muss aber aufpassen, dass nicht gerade ein Umzugswilliger sich alle Kisten und den Nagel gerissen hat.

Danach ging es mit dem ausgedruckten Papier vom GBG auf zu McGeiz. Nicht weil es dort so günstig ist, sondern weil McGeiz so ziemlich alles zur Verfügung stellt, was man für eine Bananenkiste benötigt.

Was gehört in eine Kiste?

Wer sich die Liste selbst ausdrucken möchte, kann sich das PDF selbst einmal anschauen oder wir ich es oben schon erwähnt hatte, geht Ihr einfach in den Artikel:
Eine Bananenkiste für mein Patenkind…

Das PDF findet Ihr übrigens hier:
http://www.gambia-verein.com/2011_Geschenkeliste_Gambia_neu_.pdf

Wir haben uns also Zeit genommen und sind durch die Reihen geschlendert. Bei unserer letzten Kiste haben wir den höchsten Augenmerk auf unser Patenkind Sirra gelegt und sehr viel ausschließlich für Sie eingekauft. Das ist ja auch nicht falsch, aber trotzdem haben wir in Gesprächen festgestellt, dass doch viele Menschen und auch Sirra’s Familie mehr benötigen, als ein paar Schulhefte und Stifte.

So sind wir dieses mal mit einem anderen Gedanken an unsere Bananenkiste gegangen. Natürlich kommt Sirra nicht zu kurz und bekommt ein eigenes kleines Geschenk.

Im wesentlichen haben wir folgende Dinge eingekauft:

Vorratsdosen (verschließbar, also mit Deckel), Zahnbürsten, Zahnpasta, Stifte, Kreide, Schulblöcke, Kugelschreiber, Seife, Pflaster, Kochbesteck (Holz), Teelichter, Käme, Shampoo, Duschgel, Geschirrtücher, Gewürze, Bleistiftanspitzer, Scheren, Haarspangen, Kompressen, 1. Hilfeset,…

Wenn man sich diese Dinge anschaut, kann man sagen, dass all das was bei uns alltäglich im Haushalt zur Verfügung steht, kann man in eine solche Bananenkiste packen.

Für Sirra (11 Jahre) haben wir ein extra Päckchen gemacht. Das hat den Hintergrund, dass wir Ihr eine Freude bereiten wollen und Sie in unserer Kiste ganz persönliche Dinge hat.

Laut einigen Freunden aus dem Verein werden nämlich die Sachen unter den Dorfbewohnern aufgeteilt.

Zu beachten ist noch Folgendes: In eine Bananenkiste gehören keine Sachen die mit Batterien betrieben werden. Diese würde nur nach Verbrauch der Energie im Müll landen. Daher verzichtet auf solche Dinge.

Wer mal nach Spielzeug Ausschau hält, wird aber auch sehr schnell feststellen, wie Verschwenderisch unsere Gesellschaft mit Energie umgeht. Es gibt überall Spielsachen, die mit Batterien betrieben werden. Es gibt kaum Dinge, die mit Solar betrieben werden oder vielleicht auch mit bestimmten Antriebsformen, wie einem Dynamo.

Was kostet mich eine solche Kiste?

Wir haben bei McGeiz für den gesamten Inhalt ca. 50 € ausgegeben. 1-2 Kleinigkeiten kamen noch aus einem anderen Laden, so das wir gesamt vielleicht 55 € für die Kiste ausgegeben haben.

Die Versandkosten für den Container belaufen sich auf ca. 30 €.

Das heißt für die Bananenkiste kann man ungefähr 80-100 € an kosten rechnen.

100 € sind schon eine Hausnummer und sicherlich nicht für jeden immer machbar. Man kann aber natürlich auch Gemeinschaften über den Verein oder die Familie bilden und damit solche Kosten für jeden einzelnen reduzieren.

Ich denke das wir mit der Kiste dem Dorf und den Menschen in Gambia helfen und dort das Leben etwas einfacher machen. Gegenstände die für uns alle Selbstverständlich gelten, können sich die Menschen in Gambia einfach nicht leisten und den kleinen Beitrag sind wir gern bereit zu tragen.

Und wenn wir unserem Patenkind damit eine Freude bereiten können, dann um so besser.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.