2020 Update zu medizinischem Notfall

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, kurz bevor wir die letzten Vorbereitungen treffen konnten, um Isatou ins Universitätskrankenhaus nach Dakar zu bringen, kam die Covid-19-Pandemie dazwischen. Die Grenzen zu Senegal wurden gesperrt und in Gambia der Ausnahmezustand ausgerufen. Beides hat bis heute Bestand. Aufgrund der lange Zeit niedrigen Infektionsraten hatte Fatou zwischenzeitlich versucht, mithilfe einer Notfall-Regelung nach Senegal zu kommen, aber dies gelang nicht. Davon abgesehen, waren wir uns alle unschlüssig, ob das zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirklich das Beste für das Mädchen wäre. Stattdessen wollten wir eine regelmäßige Untersuchung in der Afrimed-Klinik installieren, um über ihren Gesundheitszustand auf dem Laufenden zu bleiben. Auch das gestaltet sich sehr schwierig: Zum einen erhält einer der beiden behandelnden Ärzte aufgrund der Pandemie kein Einreisevisum mehr. Zum anderen steigen neuerdings die Infektionsraten bedenklich. Und momentan sind die Regenfälle derartig heftig, dass es kein Durchkommen gibt. Das Wasser steht in den Straßen und weiß der Himmel was schwimmt darin. Es wäre eine ungebührliche Gefährdung, Isatou dennoch zur Untersuchung fahren zu wollen. So schwer es auch fällt: wir müssen weiter Geduld haben. Wir stehen hinter der Entscheidung von Frau Tambedou und von Fatou Gaye, angesichts von aktiven Covid-19-Fällen, die in Afrimed behandelt werden, und angesichts der gefluteten Straßen, das Mädchen geschützt im Haus zu behalten und nirgendwohin zu fahren.
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Dear supporters,
Just before we were in the process of making the final preparations to bring Isatou to the university hospital in Dakar, the Covid 19 pandemic interrupted all our activities. The borders with Senegal were closed and a state of emergency was declared in The Gambia. Both remain in place to this day. Due to the low infection rates at the time Fatou tried to get to Senegal by applying for special permission under the emergency regulations, but did not succeed. Apart from that, we were all undecided as to whether that would really be the best way forward for the girl at this point in time. Instead, we wanted to set up a regular check-up at the Afrimed Clinic to keep up to date with her state of health. This is also proving very difficult: Firstly, because one of the two doctors treating the girl is no longer able to obtain an entry visa due to the pandemic. Secondly, the infection rates have recently been rising in alarming numbers. And the current heavy rainfalls make it impossible to get anywhere by road. The roads are water logged at times and heaven knows what unsavory items are floating in it. It would be an undue risk driving Isatou to her medical examination. As difficult as it is: we must continue to be patient. In view of the active Covid 19 cases being dealt with at Afrimed and the flooded roads, we support the decision of Mrs Tambedou and Fatou Gaye to keep the girl safe in her house and not to drive her anywhere for now.