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Zeitraum: 17.01. – 10.02.2025
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17.01.2025
Anja Schütz und Katrin Witt starten heute am 17. Januar bis zum 10. Februar 2025 nach Gambia. Auf ihrer langen Einsatzliste standen jede Menge Aufgaben – für jedes unserer Projekte mindestens eine. Zum Beispiel Sachspenden sortieren und austeilen, zur Bank gehen und Fragen zum Konto klären, Sportfest in Faraba Sutu, bauliche Zustände in Tallinding besprechen, das Darra besuchen, etc pp.

Außerdem trafen sie Aktive aus anderen deutschen Vereinen zum Austausch. Und schlussendlich gab es Termine bei der GIZ und der Deutschen Botschaft an. Dabei wollten Anja und Katrin unseren Verein vorstellen und schauen, ob es möglicherweise Schnittmengen und Themen gibt, an denen man gemeinsam arbeiten könnte.
18.01.2025

Dann hat sich das Team mit Claudia (freiwillige Hebamme bei Fatou Gaye) getroffen und sie mit nach Sanyang genommen. Dort wollten unsere Damen Kerstin von Hand in Hand e.V. treffen. Wir unterstützen uns gern gegenseitig als Postboten und freuen uns auch immer aufeinander. Sanyang ist ein schönes Fleckchen Gambia und so ein guter Start in den Einsatz.
Wir haben auch Alieu den Seifenmann getroffen. Aber er hat die 12.000 Dalasi für seinen eigenen Laden noch nicht zusammen. Wir sehen, ob er dieses Jahr 6.000 schafft und dann den Rest im nächsten Jahr. Er muss ja parallel auch für die nächste Miete sparen.
19.01.2025, Sonntag
Sonntag wurde der Wecker einfach ausgemacht. Wir hatten am Abend noch etwas Stress und wenig geschlafen. So erholten wir uns am Vormittag und begannen erst mittags mit dem Papierkram und dem Sortieren der Spenden. Die Kisten und Taschen für die nächsten Tage waren bis 14.30 Uhr geschafft, sodass wir entspannt auf Claudia warten konnten. Ab da waren wir zu dritt. Ich mag es, mit starken Frauen auf Reisen zu sein. Wir sind gemütlich zum Strand gelaufen und hatten ausreichend Zeit zum Quatschen. Natürlich stoppten wir bei allen Bekannten, machten Verabredungen und orderten Juce bei „Jucy“. Leider verpassten wir Kick in Senegambia.
20.01.2025
Am 20.01. starteten wir ohne Stress in den Tag. Wir hatten nur ein Treffen zur Auszahlung einer Prüfungsgebühr-Spende, einen Banktermin zur Kontenklärung und einen Termin bei der Botschaft geplant. So blieb ausreichend Zeit zum Erzählen, planen, einen kurzen Stopp beim Schneider und gemütliche Zeit am Strand. Am Abend haben wir lecker gegessen und noch etwas zusammengesessen. Wir wussten ja, dass Dienstagmorgen die Nacht um 3.45 Uhr spätestens vorbei ist.
21.01.2025, Sareh Marie Dobo
Ein typischer Nordbanktag liegt hinter uns. Der Wecker klingelte 3.45 Uhr und die Abfahrt war für 4.30 Uhr organisiert. Rise war pünktlich und hatte die gelagerten Materialien für Sareh Marie Dobo im Auto. Meine Kisten gesellten sich dazu. Wir waren pünktlich in Banjul und auf der ersten Fähre mit Abfahrt 5.45 Uhr. Unser Fahrt war schnell, und so waren wir schon um 6.08 Uhr in Barra. Wir weckten die Nordbank, denn es war noch finster. Natürlich hatte noch kein Restaurant offen. So wir aßen unser Frühstück auf der Straße. Wir waren so früh, dass selbst der Händler für Baumaterialien noch geschlossen hatte. Ich hätte gern mal die aktuellen Preise erfragt, bevor ich mir neue Ideen im Projekt anhöre. Aber ich vermutete, dass ich auf dem Rückweg ausreichend Wartezeit zum Stöbern haben würde.
Um 7.20 Uhr war die Sonne aufgegangen und wir starteten die Weiterfahrt nach SMD. Ich war aufgeregt und freute mich sehr. Wir hatten einen wundervollen Tag, mit viel Freude beim Kulturprogramm, dem Verteilen von Geschenken und einem außergewöhnlichen Domoda mit Ziegenfleisch. Gegen 14.45 Uhr mussten wir uns langsam verabschieden.
Unser Glück vom Morgen hielt tatsächlich weiter an. Wir waren bereits vor 16.00 Uhr mit dem Auto im inneren Teil der Zufahrt zur Fähre. Das war wahnsinniges Glück, und so waren wir schon 18.00 Uhr in Banjul zurück.















22.01.2025
Wir hatten unser Frühstück mit Kaffee, Tee und Tappalapa entspannt vor dem Zimmer. Und waren natürlich pünktlich zum Start um 9.00 Uhr nach Serekunda bereit. Unser erster Termin war um 10.00 Uhr. Wir wollten die Herren vom Gambian-German Advisory Center (GGAC) treffen und mit ihnen Alternativen zur Flucht und Perspektivlosigkeit der Jugend besprechen. Es war ein langes aufschlussreiches Gespräch, dass wir noch in Ruhe verarbeiten müssen. Auf jeden Fall hat es uns Ideen für den ein oder andere Schulabgänger*in aus unserem Programm eröffnet.
Wir sind im Anschluss weiter nach Karnifing. Auf dem Weg erledigten wir einen großen Teil vom Einkauf der Schulmaterialen für den Kindergarten Nyofelleh. Kurz vor 12.00 Uhr war unser Treff mit Haddy T. an der Uni. Im Auftrag ihrer Sponsorin überreichten wir ihr die Studiengebühren für das laufende Ausbildungsjahr. Unfassbar, aber wir waren schon 13.45 Uhr zurück zu Hause. Damit hatten wir ausreichend Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang zum und am Strand. Was für ein Geschenk. Fast war es etwas zu kühl für mich, so dass ich mich in mein großes Tuch wickelte und einen Kaffee brauchte.



23.01.2025, Faraba Sutu
Heute wollten wir nach Faraba Sutu und starteten um 9.00 Uhr. Gegen 10.00 Uhr trafen wir auf dem Weg dorthin ein Patenkind in Brikama und übergaben eine Sonderspende und verabredeten uns für eine notwendige Untersuchung in der Augenklinik. Es gab noch einen weiteren Halt auf der Strecke, um ein neues Patenkind von der Warteliste zu treffen und die Schulförderung auszuzahlen.
Gegen 11.00 Uhr sind wir in Faraba angekommen. Wir hatten ein paar Melonen, den Drucker aus dem Büro, Bälle, Geschenke und die Kiste für die nächsten Zahnaktionen dabei. Mit Ankunft sammelten sich ausreichend Helfer und Helferinnen, sodass wir nicht selbst tragen mussten.
Wir konnten in allen vier Klassen kurz am Unterricht teilnehmen, und wir haben auch alle notwendigen Patenschaftskontrollen abschließen können. Ein gemütliches Essen und das tolle Spiel- und Sportfest machten uns viel Freude.
Anja hatte außerdem die Ehre, den Bonus an die Küchencrew zu übergeben, so wie auf der letzten Mitgliederversammlung beschlossen.
Während Rise Aufträge für ein Patenkind und für unseren Lehrer Augustin erfüllte, konnten wir den Kindergarten genießen. Wir trafen uns auch mit den Frauen des Batik-Workshops und sicherten unsere Unterstützung zu.
Alles in allem war es ein wundervoller Tag und wir waren auf dem Heimweg glücklich. Am Abend sind wir noch mit Claudia zu ihrer Abschiedsparty bei Fatou Gaye gefahren und durften Teil der Ehrungen für Claudia sein.



























24.01.2025
Freitag war unser letzter Tag zu dritt, das heißt mit Claudia, deren Freiwilligen-Zeit bei Fatou nach 4 Monaten nun endete. Wir sind gemütlich gestartet und haben noch einmal einen langen Spaziergang am Strand gemacht. Am Nachmittag wurde Claudia von Fatou Gaye abgeholt.
Es hat sich viel verändert in den letzten Jahren. Und es sind weiter gebaut und gebaut. Irgendwie wird nur selten etwas fertig, aber es braucht wohl alles seine Zeit. Immer wieder treffen wir auf lachende Kinder, die zu den glücklichen gehören, die einen Ball haben. Auch wir haben schon den ein oder anderen Ball verschenkt, und ich halte beim Fahren immer wieder Ausschau, wo „frau“ gegebenenfalls Nachschub erwerben kann.
25.01.2025
Heute haben wir ausgeschlafen und sind dann, nach einem kleinen Spaziergang, ins Tuktuk gestiegen und nach Serekunda zum Markt gefahren. Eins unserer Vereinsprojekte brauchte noch Materialen. So besorgten wir Mülleimer, Schüsseln, Schöpfbecher, Matten, Besen, Bürsten, Seife und Reinigungsmaterial. Erstaunlich, was so alles in so ein kleines Gefährt passt. Der Fahrer war echt nett und bestand darauf, Adidas genannt zu werden. Nun gut, Spitznamen ergeben schon Sinn, wenn man Mohammed oder Lamin wie viele andere heißt. Ich empfand die Fahrt auf jeden Fall angenehmer als in einem stickigen Taxi. Da wir wussten, was wir brauchten, und sehr schnell waren, sind wir noch eine kleine Runde über den Serekunda Markt. Der Geruch von Fisch und anderem ist immer wieder eine Herausforderung für meinen Magen. Aber er hat mit Bravour bestanden, und so sind wir voll beladen zurück zu unserer Unterkunft.
Nachdem alles verstaut war, mussten wir noch ein paar Dinge regeln und sind dann zum Strand. Mein Spaziergang war heute nicht so lang wie erhofft, aber dafür war der Kaffee ok und der frisch gepresste Saft eine Freude. Zum Sonnenuntergang tranken wir mit Freunden noch einen Ataia und sind dann Richtung Unterkunft gelaufen. Wir haben im benachbarten Restaurant gegessen und das ist tatsächlich ein kleiner Geheimtipp für euch! Küche, Service und Ambiente lassen hoffen, dass in Gambia eine neue Generation von Chancen entsteht. Alles in dem Restaurant ist in und aus gambischer Hand und wundervoll gestaltet. Wir wurden mehr als umsorgt und kommen auf jeden Fall wieder. Kompliment an die Küche und den Service! Das haben wir auch sehr gern mit einem reichlichen Trinkgeld gezeigt.




26.01.2025, Sonntag
Aufs Frühstück haben wir verzichtet. Es war gut, früh zu starten. Die Strecke war da noch verhältnismäßig leer und wir hatten ausreichend Zeit für die etwa 50 km nach Kartong eingeplant. Auch so früh am Morgen ist die Luft schon schmutzig und der Staub macht das Atmen schwer. Wir hatten unserem Vogelguide Hassan versprochen, eine Tour mit ihm zu machen. Wir wollen helfen, bessere Fotos für seinen Facebookauftritt zu bekommen und auch mit ihm etwas an seiner Performance als Touristenführer arbeiten. Ich hatte deshalb eine mir bekannte Route ausgesucht, damit ich eine Vergleichbarkeit haben konnte.
Das Auto hat die besten Jahre hinter sich. Aber Hassan ist ein umsichtiger Fahrer und wir können sehr gut auch in durchgesessenen Sitzen reisen. Wer den Anspruch auf luxuriösen Transport hat, ist in Gambia eher an der falschen Stelle. Außer man hat gute Kontakte zum Staat, denn die größten und besten Autos fahren hier Amt- und Würdenträger.
Hassan hat uns wirklich viel Freude bereitet. Ganze 45 verschiedene Vogelarten konnten wir finden. Er hatte so eine unglaubliche Freude, wenn er die nächste Art für uns entdeckte, dass wir seiner Begeisterung folgten und uns gut mit ihm freuen konnten. Nach einem staubigen Spaziergang fuhren wir mit dem Auto weiter zum Fluss. Hassan brachte uns zum Stala. Das ist eine wunderschöne Lodge direkt am Wasser. Auf der anderen Seite ist schon der Senegal. Wir genossen den Platz und verzichteten auf die Bootsfahrt. Beim nächsten Mal werde ich sicher eine Nacht bleiben und die Abendstimmung genießen.
Wir machten uns gegen 13.30 Uhr auf den Rückweg, nachdem wir ausreichend Kaffee und Tee genossen haben. Ein Stopp in Tanjie musste noch sein. Ich habe ein paar Kleinigkeiten fürs Frühstück besorgt und mich sehr am bunten Treiben erfreut. Ein paar Naschereien für den Rückweg gab’s auch. Ich mag den Fischpie und die Teigbällchen aus Couscous sehr gern und bin nun endgültig angekommen und wieder zu Hause. Nach einem kurzen Stopp zu Hause sind wir noch zum Strand gelaufen und haben auf dem Heimweg nochmal gut beim Nachbarn gegessen.



27.01.2025
Ausgeschlafen sind wir mittags zum nächsten Termin bei der Bank gegangen. Wir haben dort Rise getroffen und waren ganz optimistisch, dass unser Kontoproblem sich endlich löst. Hoffnung ist, glaube ich, das, was ich nicht verlieren darf. Manche Wege sind mühsam. Aber ich bin noch immer optimistisch.
Parallel hat unser neuer Mitarbeiter im Norden den letzte Woche entdeckten medizinischen Notfall zur Klinik geleitet. Wir hoffen, dass wir auf der Nordbank Hilfe bekommen. Unterernährung ist für mich am schwersten zu ertragen*. Aber wir stehen in engem Austausch und ich fahre nächste Woche auf jeden Fall noch einmal zur Nordbank.
Ach ja… und unser Kontoproblem besteht leider leider weiterhin, heute weil die NAWEC keine Stromquittungen drucken konnte und die Trustbank genau diese aber erwartet. So sind wir ein paar Besorgungen machen gegangen und haben die Verabredungen für die nächsten Tage abgestimmt und vereinbart.
Am Abend haben wir dann endlich die medizinischen Spenden aus dem Koffer und von Hand in Hand e.V. bei Fatou Gaye abgeben und sie privat zum Essen entführt. Sie gönnt sich nie etwas, und es ist ein schönes Ritual, sie mit zum Essen zu nehmen und den Abend gemeinsam zu verbringen.
Diesmal wurde Fatou auf unseren Wunsch hin von ihrer Tochter begleitet, die ihr eine große Stütze in der Klinik ist und für uns das erste Zeichen einer zukunftsweisende Entwicklung der Nextgeneration bedeutet. Fazit des Abends: Tolle Gespräche, vertrauensvolle Zusammenarbeit von vier starke Frauen, dazu vier sehr gute Essen und die Entdeckung eines neuen Restaurants, da unser Stammlokal mit Fatou, das Bluekitchen, leider geschlossen war.
*Aus Respekt veröffentlichen wir höchst selten Fotos unserer medizinischen Notfälle. Wer nähere Informationen haben möchte, kann sich sehr gern an den Vorstand wenden. Spenden in unseren medizinischen Notfallfonds immer gerne hier: https://gambia-verein.org/spenden/nothilfefonds/


28.01.2025
Dienstag warteten wir mal wieder um sonst bei der Bank und haben gegen Mittag dieses Unterfangen aufgegeben. Ein paar Verabredungen konnten wir telefonisch regeln und dann ging es am Nachmittag zum Strand. Auf dem Weg konnten wir die ersten Geschenke an alte Bekannte verteilen. Unser Spaziergang zum Strand führte uns an ein paar tollen Kunstwerken vorbei. Ich hab noch nicht rausfinden können, ob Sprühen in Gambia legal ist. Würde ja gern auch mal eine Mauer verändern.
Natürlich tranken wir wieder bei Jucy ein frisch gepressten Saft und nachdem Armstrong jetzt immer extra Milch für uns besorgt, auch dort unseren Nachmittagskaffee. Wir hatten noch einige Geschenke dabei und verteilten weiter fleißig. Keine so gute Idee, am heißesten Tag seit Landung mit vollen Taschen bei ablandigem Wind spazieren zu gehen. Wir haben uns mit einer Massage bei meiner Freundin Armina belohnt. Das Wiedersehen war eine Freude und ich hoffe, die extra mitgebrachten Sachen helfen ihr bei ihrer Prüfung zur Stylistin. Wir haben den Rest des Nachmittags am Pocoloco verbracht und auf eine unserer Schützlinge gewartet. Auch sie bekam eine Sonderzahlung und Geschenke, wir hoffen, damit kann auch sie ihr Business erweitern.

29.01.2025
So gegen 11 Uhr hatten wir es erneut zur Bank geschafft. Wir starteten den nächsten Versuch zur Kontenklärung. Diesmal hatten wir auch für den Notfall alle Unterlagen zur Einrichtung eines neuen Kontos dabei. Termine in der Bank erinnern mich immer an ein schönes afrikanisches Sprichwort:
„Die Europäer haben die Uhr, wir die Zeit.“
Um 14.30 war erstmal alles in der Bank ausdiskutiert und alle Unterlagen in Papier und per Email eingereicht. Ach ja, es gab auch wieder andere Regeln. Wir mussten unsere Projekte erläutern und Spenden aus Deutschland nachweisen. Der Versuch, das alte Konto endgültig zu sperren und ein neues zu eröffnen, wurde abgelehnt.
Wir fuhren weiter nach Karnifing in eine Behörde, um die Lohnsteuer für 2025 zu bezahlen. Rise war schon unruhig, da das Büro dort um 16.00 Uhr schließt. Wir kamen aber gut durch den Verkehr und konnten alle Dokumente für die Lohnsteuer 2025 ausfüllen. Dann war das Internet weg und die Zahlung konnte nicht erfolgen. Wir sollen zur Eco Bank, aber auch die schließt um 16:00 Uhr. Also vertagten wir das.
Es war der Tag der unvollendeten Aufgaben. Denn auch in Bakau im Timbooktu-Buchladen konnten wir nicht alles Benötigte finden. Obwohl der Buchladen eine große Auswahl hat und echt schön ist. Ein paar Bücher von meiner Liste konnte ich dennoch streichen. Und so waren wir gegen 16.30 Uhr zurück im Balmoral und haben uns etwas Verschnaufpause gegönnt. Ich freute mich auf einen echten Kaffee und ein paar Minuten Ruhe.

30.01.2025, Tallinding
Unser Team war heute in Tallinding in der Kairaba Nursery School. Die Projektleitung wird auch bald hier sein, aber es war dem Vorstand wichtig, dass wir eindrücklich unsere Zusammenarbeit schärfen. Einer unser Notfälle ist hier im Kindergarten und Anja hatte der Sponsorin versprochen, nach dem Rechten zu sehen. Der kleine Adama* bekommt mit seiner Familie seit Monaten Unterstützung für Lebensmittel-Einkäufe. Aber er scheint weiter nicht ausreichend zu essen, und alle Intervention von außen konnten die Familie nicht zu weiteren Handlungen bewegen. So war das Team gefordert und überzeugte zusammen mit Rise die Mutter, Adama mehr wahrzunehmen. Der Kleine war trotz allem schon viel fitter als beim letzten Besuch und hatte auch wesentlich mehr Kraft. Auch wenn der Größen- und Entwicklungsabstand zu seiner Zwillingsschwester noch immer gewaltig ist. Dank der Spenden bekommt die Familie jeden Monat Unterstützung für zusätzliche Nahrung. Wir machten nochmal deutlich, dass die Verantwortung für die Grundversorgung der Familie (6 Kinder und 2 Erwachsene) beim Vater liegt. Von uns kommt nur zusätzliche Unterstützung, und die sollte für Milch, Eier, Fleisch, Gemüse und vor allem Obst genutzt werden. Adama liebt Obst, und so haben wir die Hoffnung, dass er Spaß am Essen bekommt. Jetzt, da auch seine Zahnschmerzen endlich weg sind.
Wir können nicht die Welt retten, aber jedes einzige Leben, das wir ändern, ändert auch die Welt ein kleines bißchen.
*Adama ist sowohl ein Mädchen- als auch ein Jungennamen. Insbesondere Zwillinge werden gerne Awa und Adama genannt, das heißt Eva und Adam.





31.01.2025
Freitag starteten wir um 10.30 Uhr zum Darra nach Kunkujang. Wir waren mit Fatou für ein paar Videos und Abstimmungen verabredet. Als wir ankamen, hörten wir ein lautes Kinderschreien. Einer der Jungs aus dem Darra hatte sich verletzt und wurde gerade wundversorgt. Ein Bonbon half, die Versorgung besser zu überstehen. Wir hatten noch ein kleines Geschenk für Aji Fatou, Fatou Gayes Tochter und Hebamme-to-be dabei und warteten, bis sie die Behandlung abgeschlossen hatte. Dann sind wir mit Fatou durchs Darra und waren ganz froh, dass die Jungs noch zum Fußballspielen waren. Als sie zurückkamen, hatten wir ausreichend Zeit mit den Mädels gehabt und wurden zum Jungs-Meeting geladen. Die Jungs wollten wirklich mit uns klären, dass sie sich bessern wollen, und es war irgendwie süß, dem Rat der Jungs gegenüber zu sitzen. Fatou übersetzte geduldig und wir schlossen einen Vertrag: Wenn sie sich wirklich bis November bessern, dann machen wir ein paar Fussballaktionen mit ihnen und bringen das Material dafür. Mein erstes „Kinderparlament“. Werde die Idee mal mit Touray und Rise besprechen. Wäre eine coole Idee, das in Sareh Marie Dobo und Kunkujang zu etablieren. Gegen 13.00 Uhr fuhren wir zurück zur Unterkunft. Wir hatten noch 10 ID-Karten für die neuen Patenkinder zu basteln. Und uns dafür bereits den Laminierer aus dem Büro bringen lassen.


01.02.2025
Pünktlich um 11.00 Uhr wurden wir abgeholt und unsere Fahrt führte uns wieder nach Kunkujang. Wir hatten noch ein paar Notfälle mit Fatou zu besprechen und hofften den Doktor zu treffen. Gegen 13 Uhr waren schon alle Kinder im Koranunterricht und wir ließen Fatou zu einer in den Wehen liegenden Patientin. Die Rückfahrt war staubig aber recht schnell. So dass wir nach kurzer Pause zum Spaziergang aufgebrochen sind. Ich wollte wissen wo und für wieviel ich Lack und Rostschutz bekommen kann. Der Preis war spitze und unsere Idee der Überraschung nahm Form an. Wir trugen die Eimer und den Rest an Material 1/3tel der Strecke, bis uns Lamin mit seinem Tuktuk zum „local price“ mitnahm. Kaum zurück klingelte er schon an und hatte eine Tapalappa Bäckerei aufgetan, wo ich versuchen wollte die Zutaten zu bekommen. Das war zumindest der Plan. Also neue Runde wieder „Local Price“ und ein paar Anläufe und Bäckereien später, mussten wir einsehen, dass unser bekanntes Tapalappa Rezept nicht stimmen kann. Alle getroffenen Bäcker schwören, dass ihr Rezept nur: Leven = yeast, Flour, Salt and Water enthält. Wasser und Salz nehme ich mal nicht mit, aber den Rest kaufte ich doch. Warum auch immer alle glauben, dass es drei Sorten Mehl für Tapalappa bedarf. Alle Bäcker nehmen nur ein einziges Mehl und ich kaufte eine Tüte und werde es zu Hause testen. Im Anschluss sind wir zum Treffen mit Hassan. Ich hatte ihm versprochen, dass wir ein paar Bilder machen und ihm bei Facebook helfen. Wir nahmen uns Zeit und während Hassans Telefon an Katrins Powerbank hing, erzählte er aus seinem Leben. So war ein gemütliches Beisammensein und ich mag es, wenn ich manchmal die Zeit vergesse und ein Treffen mit einem Ataja endet. Wir werden noch ein paar Mal helfen. Für heute waren wir schon etwas erfolgreich. Mein Tag war perfekt, wenn auch so ganz anders als geplant.Pause vom Arbeiten
02.02.2025, Sonntag
Heute wollten wir mit den Kindern im Darra feiern. Schon früh am Morgen bekam ich eine Info, dass alle beim Essenmachen helfen und sich freuen. Wir freuten uns auch und waren zu 14.30 Uhr wie verabredet in Kunkujang Keitaya. Als wir ankamen, waren die Frauen noch fleißig am Kochen. Wir bezahlten eine noch offene Rechnung eines Patienten und Fatou telefonierte mehrfach mit einem unserer ältesten „Sorgenkinder“.
Die Kinder waren erstaunlich leise und vollständig da. Die Jungs waren ausgesprochen charmant und freundlich. Katrin bastelte die erste Runde mit den Mädels drinnen, während ich draußen dem Gesang der Kinder lauschte. Die erste Runde Essen war gegen drei soweit und es gab Benachin mit Fleisch für alle. Am Abend gibt’s dann Nudeln, Pommes und Hühnchen mit Yassa (Zwiebeln). Eine mir völlig unverständliche Zusammenstellung, aber ich durfte das Hühnchen frisch vom Grill kosten und war froh, dass wir bei der ersten Mahlzeit einen Löffel nutzen konnten und es keine Nudeln, sondern Benechin (Reispfanne) gab.
Nach dem ersten Essen räumten und reinigen die Mädels den Hof und die Frauen die Töpfe und Schüsseln. Katrin startete die zweite Runde Basteln und es gab wieder Blumen für und mit den Mädels und Flugzeuge mit und für die Jungs. Alle hatten großen Spaß und ich hatte ein paar mal Sorge, dass die Kinder Katrin umrennen. Aber es gab immer wieder Größere, die auf sie achteten und die kleinen Wilden etwas auf Abstand brachten. Als alle zum Beten waren, sprachen wir mit Fatou. Wir hatten die Einladung der Mädchen, sie zum Beten zu begleiten, dankend abgelehnt. Wollten aber, dass Fatou ihnen erläutert, dass wir uns sehr gefreut haben, aber anders beten. Die Zeit verging, und so gab es bald das zweite Essen. Zwischendurch kamen immer wieder Kinder, Schwestern und Angestellte und bedankten sich für das Festessen. Wir genossen Fatous Gesangseinlage (schau hier auf Youtube) und schummelten uns langsam von der Party. Ich hatte mit Fatou besprochen, dass wir den Krankenwagen tanken und für den Heimweg nutzen, um nicht im Dunkeln zu laufen. Wir hatten Glück und es war kein Notfall in der Klinik und wir konnten tatsächlich sicher und schnell mit Rasti nach Senegambia fahren.











03.02.2025
Um kurz vor 10 Uhr war das Auto beladen und wir auf dem Weg nach Nyofelleh. Eine abenteuerliche und staubige Anreise bestand uns bevor. Für mich war es die letzte Verteilung der gefüllten Schultaschen. Diesmal konnte ich 20 Kinder eine Tasche mit den wichtigsten Dingen für Schultag und ihre Gesundheit übergeben.
Es dauerte eine Weile, alles andere aus dem Auto zu holen. Es war wirklich einiges im Auto, aber ich hatte ja schon von unseren Einkaufsbummeln berichtet.
Die Kosten für den dringend benötigten Schrank haben wir noch nicht. An den Fenstern sind Reparaturen nötig und Fatou bittet um Verstärkung der Fenstersicherung, damit die Kinder nicht immer versuchen dadurch zu klettern. Ich warte da auch auf die Preise und habe bei Rise den Rostschutz und Lack, Verdünnung und Pinsel hinterlegt.
Im „Büro“ hatten wir die Idee, zusätzlich zum gewünschten Schrank auch noch ein paar Metallregale zu besorgen. Ich fragte mal den Projektleiter um seine Meinung. Das Gerümpel im Büro wird ja nicht besser und alle alten Holzregale sind defekt und die Termiten sind bereits drin. Die wären echt eine Gefahr fürs Dach.
Vielleicht können wir die Regale schon im März auf die Reise senden: Es sieht so aus, als ob René (unser Handwerker-Freiwilliger bei Fatou Gaye) die Rally Dresden-Banjul mitfährt und wir unsere Spenden in sein Auto laden können.







04.02.2025
Dienstag ging es ein letztes Mal nach Faraba Sutu. Wir starteten halb 10 Uhr und hatten unsere leeren Flaschen dabei. Mr. Sanyang hatte uns darum gebeten, diese für die Frauen mitzunehmen. Das haben wir gern gemacht.
Wir starteten mit der Inventur, damit alles gezählt ist, bevor es zum Mittagessen gebraucht wird. Die Becher sind mal wieder zu wenig, die Liste schreibe ich die Tage für Gerd, den Projektleiter, und natürlich an den Vorstand.
Der Spielplatz muss auch dieses Jahr unbedingt mit Antirost und Farbe instand gehalten werden. Wir klären, ob das nach der bevorstehenden Regenzeit ausreicht. Im Essensraum und an der Dininghall (die zur Zeit als viertes Klassenzimmer genutzt wird) sind kleine Ausbesserungen notwendig, die kann das nächste Team mit Rise sicher umsetzen.
Wir warteten das Essen ab und waren Zuschauer beim routinierten Händewaschen, Essen abholen, Essen, Teller wegbringen, erneut waschen und Zähne putzen. Bis auf Klasse 1 läuft das bei allen automatisch. Das macht mich stolz und dankbar.
Gegen 13 Uhr sind wir nach Kitty, um Opa von „Hand in Hand“ zu treffen. Wir haben uns beide Gärten in Kitty angesehen, viel über die unterschiedlichsten Arten der Orangen gehört und mit Opa beide Gärten erkundet. Ich war auf der Suche nach Bisap, den grünen Blättern des Wonjo für eine Soße. Aber leider waren die Pflanzen noch zu klein. Ich hätte sie gern in Kitty gekauft. Aber nun geht’s Sonntag nochmal zum Markt.
Eine lustige Geschichte am Rand. Wir trafen am Garten einen gambischen Journalisten. Der mit uns durch den Garten ging und im Anschluss nach unser Abfahrt ein Interview mit Opa hatte. Wir sind gespannt, wann das online geht. Die Bilder der Drohne konnten wir uns noch ansehen. Das Interview haben wir leider verpasst und hoffen, es bald online zu sehen.








05.02.2025
Am Mittwoch hieß es noch einmal richtig früh aufstehen. Wir starteten um 6.20 Uhr Richtung Banjul und hatten noch einige Aufgaben im Norden auf unserer Liste. Die Fähre kam erst 7:45 Uhr und brauchte einige Zeit um beladen zu werden. Trotzdem waren wir fast auf die Minute und pünktlich in Barra.
Unser erster Stopp war in Essau. Wir kauften die Medikamente für unseren medizinischen Notfall in Sareh Marie Dobo. Im Anschluss besuchten wir eine Familie in Essau, die schon lange von uns betreut wird. Die Sponsoren haben bereits 2 Mädchen der Familie nacheinander bis zum Abschluss begleitet. Wir nahmen die dritte und letzte Schwester ins Programm auf und freuten uns, den Rest der Familie kennen zu lernen.
Im Anschluss fuhren wir nach Ndofan. Ich war seit November 2023 nicht mehr dort. Wir hatten wegen fehlender Spenden und fehlender Projektleitung die Unterstützung in Ndofan gestoppt. Aber diesmal hatten wir einen Auftrag zur Auszahlung einer Sonderhilfe für ein Patenkind. Als wir ankamen, gab es eine freudige Überraschung für uns: Der First Aid Point (FAP) wird weiter genutzt. Jeden Monat am ersten Mittwoch kommen Krankenschwestern aus Essau und Medina zur Imunisierung der Babys und Kinder unter 5 Jahren. Die Aktion ist kostenfrei und wird laut der anwesenden Krankenschwester sehr gut angenommen.
Wir drehten nach der Vorstellung beim neuem Direktor eine Runde durch die Schule. Es sieht tatsächlich etwas besser aus. Wir warten mal die nächsten Monate ab. Vielleicht schaffen wir es nochmal im November, dort vorbei zu sehen.
Leider hat der von uns gebaute Brunnen am FAP ein Problem mit der Pumpe. Wir versuchen dabei zu helfen, wenn Ndofans Community im Gegenzug die Nähmaschinen für die Science Klasse repariert. Ich finde, das ist ein fairer Deal. Wasser und Bildung, beides ist wichtig.
Die erhaltene Post sendete ich später am Tag an den Vorstand.
Wir fuhren weiter nach Medina Sering Mass. Mr Touray, unser neuer Mitarbeiter, kommt aus dem Dorf und ist da selbst zur Schule gegangen. Er hatte uns gebeten, die Schule zu besichtigen und dem Direktor die Chance zu lassen, uns um Unterstützung zu bitten. Wir konnten da nicht Nein sagen, ohne Touray zu kompromitieren. So sind wir geduldig die Schule abgelaufen und haben dem Direktor gelauscht. Seinen Schilderungen nach hat MRC die bereits 1963 gebaute Schule rekonstruiert und danach aber keine weitere Unterstützung geben. Die Schule ist nach der Modernisierung ähnlich wie auch die in Sareh Marie Dobo besser angenommen worden, sodass nun 813 Schüler und Schülerinnen in zwei Schichten unterrichtet werden. Das ist auch für 21 Lehrkräfte eine Herausforderung. Die Schule ist in die Jahre gekommen und eine vollständige Unterstützung ist fast undenkbar. Aber in kleinen Dingen können wir sicher nach Hilfe suchen und sie selbst leisten. Wir konnten daher keine Hilfe versprechen, aber haben das Hilfegesuch für den Vorstand und die Mitglieder mitgenommen und sind weiter gefahren. Ich wollte noch Tourays Familie kennen lernen und sehen, wie er lebt, bevor wir weiter nach Sareh Marie Dobo sind.
Wie zu erwarten war mein Zeitmanagent langsam gambisch angeglichen und wir relativ spät dran. Ich hatte nicht das Gefühl, dass tatsächlich alle Nachmittagsklassen besetzt waren. Leider musste ich auch feststellen, dass noch keine neue Lieferung aus dem World Food Program (WFP) eingetroffen war. Langsam werden die Zwiebeln im Schulgarten reif zum Ernten. Ich hoffe, dass dann auch wieder Reis eingetroffen ist.
Der Fehler beim Spielplatz ist behoben und wir hatten nochmal eine lange Diskussion wegen der gewünschten Computerklasse. Ich werde sicher kein weiteres Gebäude dafür ermöglichen. Verstehe allerdings den Wunsch nach einer Toilette für den Kindergarten (ECD). Der Weg zu den bestehenden Toiletten ist gerade für die Kleinsten zu weit bzw. starten sie oft zu spät. Ich werde mich dem Thema mal bis zum Sommer annehmen.











06.02.2025
Heute bin ich noch im Dunkeln in Kerewan (Nordbank) in traumhafter Stille erwacht. Langsam nahm das Vogelzwitschern zu und der Tag begann. Wir sind nach einem Kaffee gegen 10.30 Uhr nach Suraweh Kunda gefahren und hatten uns über Bernd, den Projektleiter, ankündigen lassen. Dachten wir zumindest. Niemand war informiert. Der Kindergarten war ordenlich und die Schüler*innen und Lehrkräfte fleißig. Schade, dass sich niemand von der alten Truppe des Alex e.V. dafür als Projektleitung finden ließ. Die Klinik konnten wir leider nur von außen besichtigen. Der einzige Schlüssel war bei Bernd und Baba im Süden und sie hatten uns erst am Morgen diese Info zukommen lassen….
An der Tankstelle trafen wir Jainaba, ein ehemaliges Patenkind, und übergaben noch ein paar Geschenke. Ich freu mich, dass sie dort Arbeit gefunden hat, auch wenn sie damit nicht viel verdient, aber es unterstützt die Familie auf jeden Fall.
Um kurz vor 14:00 Uhr startete unsere Fähre zurück ans Südufer. Der Abend ging gemütlich zu Ende und wir hatten noch einen schönen Videocall mit Deutschland. Im vergangenen Jahr war Irina mit uns hier, diesmal kam sie virtuell dazu. Ich hab mich sehr gefreut






07.02.2025
Heute morgen sind wir zu 10.00 Uhr zum Treffen mit Adama Jarju. Adama ist unser Kontakt zu den „Töchtern Gambias“. Wir hatten mit ihr eine Baumpflanzaktion angestimmt und haben ihr heute die dafür benötigten Dalasi übergeben.
Adama kam diesmal nicht allein, sondern hatte ihre Praktikantin Josephine aus Bremerhaven dabei. Wir freuten uns sehr und waren auf ihre Geschichte gespannt. Hoffentlich bleiben wir in Kontakt. Junge engagierte Menschen sind immer eine Bereicherung. Und Josephine ist wirklich eine tolle junge Frau.
Die nächste Verabredung für drei Uhr fiel leider aus, sodass wir bis zum nächsten Termin um 18.00 Uhr ungeplant Zeit hatten. Entspannt und mal wirklich ausgeruht konnten wir dann Bernd und Baba vom Klinikprojekt Suwareh Kunda treffen. Ich nehme ihre Belege am Montag mit nach Deutschland. Baba erzählte uns ein wenig zum aktuellen Stand der Personalsuche und ich drück mal die Daumen, dass sie sich auch um die anderen offenen Fragen kümmern.


08.02.2025
Wir starteten Samstag vor 9 Uhr und sind überpünktlich am Treffpunkt zur Abfahrt des Charity Boat Trip im Senegambia Strip eingetroffen. Wir hatten uns an der Sammelabholung angeschlossen und so gleich zum Start Rosi, die Organisatorin, getroffen. Wie sich später herausstellte, waren wir damit die einzigen drei Deutschen auf dem Boot. Eine super organisierte Sache. Ich bin wirklich froh, dass ich Su entdeckt habe und wir das gemacht haben. Vom Frühstück, über Mittag bis zum Kaffee und Kuchen, war alles liebevoll und ausreichend für alle Passagiere da. So verbrachten wir den ganzen Tag so wirklich faul mit tollen Gesprächen und fantastischer Luft.
09.02.2025, Sonntag
Gegen neun starteten wir zu unserem letzten Ausflug. Samstag hatte die Einzahlung auf der Bank noch geklappt, nachdem ich Donnerstag einige Mails mit der Bank-Managerin wegen unseres Kontos geschrieben hatte, kam Freitag zum Feierabend endlich das ok – das Konto ist wieder geöffnet. Ich kann es fast noch nicht glauben. Und muss nun noch am letzten Tag das Onlinebanking versuchen zu starten und mich natürlich bedanken gehen.
Bei einem kurzen Treffen mit Mr. Sanyang aus Faraba Sutu nahmen wir noch einmal Batikworkshop-Produkte entgegen. Und wir konnten Hassan, den vogelkundigen Touristenführer, ein weiteres Mal unterstützen und ihm wieder Bilder für seinen Facebookauftritt machen. Der Rest des Tages blieb privaten Aktivitäten vorbehalten.


10.02.2025, Rückreise
Unser Flug sollte erst um 21:15 Uhr starten und die Ankunft war für 10.00 Uhr morgens in Berlin geplant und war sogar 20 Minuten zu früh. Wir hatten seit Sonntagabend kein Wasser. Was bis zur Abfahrt zumindest in meinem Apartment so bleiben sollte. Ich war froh, dass der Wachmann mir morgens half, zwei Eimer zu tragen. Ich hatte bei den ersten 2 halben Eimern in der Nacht schon ausreichend Fitnesstraining. Nachdem ich früh am Morgen (es war noch lange dunkel) definitiv zu viel Gepäck festgestellt hatte, frühstückten wir erstmal in Ruhe. Katrin baute mir aus einem Reisssack eine Tasche und ich versuchte ein ergänzendes Gepäckstück zu buchen. Nachdem ich kläglich an der Verbindung scheiterte, bat ich zu Hause um Unterstützung. Die Bestellungen von Muscheln, Sand, Batik, Stoff, Erdnusscreme und vielem mehr hätten meinen 20 kg Koffer weit überschritten. So buchte wir uns noch 25 kg Reserve und unsere Wunschplätze am Gang. Ich machte noch meine erste und letzte Einzahlung auf das wieder frei gegebene Konto und forderte das Bankstatement also Kontoauszug an. Noch während wir da waren, kam die Email für 2024 und 2025. Ich war sehr froh, dass ich beim letzten Besuch Katrin als meine Anwältin des Vereins vorgestellt hatte. Natürlich haben wir uns gebührend bedankt und für November angekündigt. Ich hoffe, dass Rise und Gerd vorher schon Bewegung auf das Konto bringen. Noch so eine Aktion wegen nicht Nutzung sollten wir alle wirklich vermeiden. Jetzt klappt hoffentlich auch das Onlinebanking wieder zu starten. Danach ging es weiter zu Hassan. Im Anschluss ging es ein letztes Mal an den Strand. Lauter letzte Male. Ein komisches Gefühl stellte sich ein. Einen Tee auf dem Weg, einen Kaffee am Strand und dann mal was ganz anderes – handgemachte Pommes zum Abschied bei Armstrong. Wir haben den letzten Nachmittag zelebriert und uns jeder etwas Süßes und einen Milchkaffee gegönnt. Auf dem Heimweg wollten wir eigentlich noch Seife bei Alieu mitnehmen. Kurz vor Abfahrt kam noch der kleine Modou mit seiner Mama vorbei und holte die letzten Geschenke ab. Wir hatten ihn im November 2023 gerettet und seitdem entwickelt er sich großartig. Ich hoffe, dass er keine wirklichen Einschränkungen hat und freu mich ihn im November wieder zu sehen. Bisher bin ich optimistisch und verwöhne ihn mindestens einmal im Jahr. Im Anschluss saßen wir abfahrtbereit mit unserem Gepäck zu 17.30 Uhr bereit. Um 18.15 Uhr waren wir am Flughafen und verabschiedeten uns von Rise. Nur eine Stunde später saßen wir schon entspannt im Garten und konnten noch etwas Essen und Trinken. Ich tätigte traditionell meinen letzten Anruf und verabschiedete mich bei Fatou. Dann verging die Zeit schnell und unser Flieger startete pünktlich.
11.02.2025, Ankunft in Berlin
Morgens um 3:00 Uhr ist Barcelona wirklich keine Freude. Zumal ich schon 23 Stunden wach war und im Flieger nur minimal geruht hatte. Ich war mehr als erleichtert, dass es um kurz nach 7:00 Uhr weiter nach Berlin ging und wir da sicher gelandet sind. Ich war nicht sicher, ob Katrins gebaute Tasche den Flug überlebte, aber es ist alle gut gegangen. Es war nichts kaputt und alle Mitbringsel sind nun sicher in Berlin. Die Verteilung erfolgt dann in den nächsten Tagen.
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