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Zeitraum: 10. – 21. Februar 2026
Die Anreise über Brüssel am 10.2. verlief planmäßig, so waren wir froh nach der langen Anreise noch ein geöffnetes Lokal besuchen zu können.

11.02.
Den 11.02. nutzten wir zunächst, um uns am Meer zu akklimatisieren, und trafen uns mit Rise, um die Planung des Einsatzes abzustimmen. Eine größere Tour für den nächsten Tag konnten wir nicht mehr organisieren, sodass wir uns stattdessen für einen Ausflug zur Lohnsteuerabteilung des Finanzamtes verabredeten.


12.02.
Am Donnerstag fuhren wir zum Finanzamt, wo wir Formulare und die aktuelle Lohnsteuertabelle bekamen. Am Nachmittag trafen wir noch Gerd, der sich allen geplanten Einsätzen anschloss.
Freitag, 13.02.
ging es endlich los nach Nyofelleh. Zunächst machten wir noch einen Abstecher zum Finanzamt, um die Lohnsteuer für unsere Mitarbeiter zu bezahlen.
In Nyofelleh trafen wir im Kindergarten den Verein „Ein Herz für Sifoe“, der mit den Kindern spielte und alternative Unterrichtsformen vorführte. Außerdem bereiteten sie ihren Unterricht für Montag vor und sortierten vorhandenes sowie neues Material. Der Verein unterstützt sonst die Schule im Ort: https://eenhartvoorsifoe.be/
Wir verschafften wir uns einen Überblick über den aktuellen Stand der Malerarbeiten. Es war schön zu sehen, welche Fortschritte bereits gemacht wurden. Rise kümmerte sich währenddessen um die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen.
Den Tag ließen wir mit einem persönlichen Besuch ausklingen: Wir besuchten die Familie von Ingrids Patenkind.


Samstag, 14. Februar
waren wir in Serekunda auf dem Markt, um noch fehlende Küchenutensilien sowie die gewünschten Schuhe für Ingrids Patenkind zu kaufen. Der Marktbesuch ist jedes Mal aufs Neue ein besonderes Erlebnis – die lebendige Atmosphäre, die vielen Farben und die Vielfalt an Waren machen ihn einfach einzigartig.




Sonntag, den 15.02.
nutzten wir für einen Ausflug zur Kunta Kinteh Island. Die Insel liegt im Gambia River und diente einst als Sammelplatz für die Verschiffung von Sklaven – ein Ort mit bewegender Geschichte, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Wir starteten früh am Morgen, um möglichst eine der ersten Fähren zur Nordbank zu erreichen. Leider verpassten wir die erste Fähre nur knapp. Die zweite fiel aufgrund eines Defekts aus, und die dritte legte erst zwei Stunden später ab. So erreichten wir Barra erst gegen 11 Uhr.
Von dort ging es mit dem Auto etwa eine Stunde weiter nach Albreda. Dort besuchten wir zunächst das Museum und anschließend ging es zum Pier, von dem aus Pirogen die Insel ansteuern.
Von der ehemaligen Festung auf der Insel sind heute nur noch Ruinen erhalten. Mithilfe eines Modells vor Ort kann man sich jedoch gut vorstellen, wie die Anlage früher ausgesehen hat.




Montag, den 16.02.
fuhren wir gemeinsam nach Faraba Sutu zum Kindergarten.
Bereits am Eingang wurden wir von Mr. Sanyang empfangen. Die Kinder saßen im Unterricht, sodass Projektleiter Gerd direkt nach der Begrüßung mit der Kontrolle beginnen konnte.
Wir übergaben der Batik-Frauengruppe des Dorfes eine Nähmaschine und versuchten gemeinsam die ersten Stiche. Zum Glück kam uns dabei der Schneider des Dorfes zur Hilfe. Außerdem konnten wir den Frauen einige bestellte Batiktücher abkaufen und so zu einem zusätzlichen Verdienst beitragen.
Dienstag, den 17.02.
fuhren wir bereits um 5 Uhr früh los, um auf jeden Fall die erste Fähre zur Nordbank zu erreichen. In Barra angekommen, gab es das obligatorische Frühstück: Ziegenfleisch im Tapalapa-Brot. Gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Sareh Marie Dobe – mit kleinen Umwegen über N’dofan und Medina –, um dort Familien von Patenkindern zu besuchen.
In der Grundschule von SMD wurden wir von Mr. Touray und dem Direktor herzlich empfangen. Nach einem kurzen Gespräch im Büro des Direktors inspizierten wir gemeinsam den großen, gepflegten Schulgarten, den Kindergarten sowie den Spielplatz, zu dem noch Abstimmungsbedarf bestand. Anschließend bauten wir noch einen Schrank auf – eine Aufgabe, die wir im Nachhinein durchaus als teambildende Maßnahme bewerten können.
Am frühen Nachmittag waren wir wieder am Fähranleger in Barra. Allerdings bewegte sich die reguläre Warteschlange kaum vorwärts. Nach mehreren Stunden des Wartens entschloss ich mich schließlich, mit einer Piroge überzusetzen – und konnte dabei sogar Delfine beobachten.
Gerd und Rise schafften es erst am Abend, nachdem sie ein Zusatzticket gelöst hatten, mit der Fähre nach Banjul zu gelangen.




Mittwoch, dem 18. Februar
wurde in Gambia der 61. Unabhängigkeitstag gefeiert.
Wir beschlossen, diesen Tag am Strand zu verbringen, da wir die Feierlichkeiten in Banjul bereits zweimal miterlebt hatten. Gleichzeitig bot sich eine gute Gelegenheit, uns mit Alasana zu verabreden – einem ehemaligen Schüler aus Faraba Sutu, der inzwischen Medizin studiert – und ihm die Unterstützung seiner Paten zu übergeben.
Donnerstag, dem 19. Februar
besuchten wir gemeinsam Fatou Gaye in ihrer Klinik sowie dem angeschlossenen Kinderheim. Sie führte uns durch die Einrichtung und zeigte uns die Räume der Kinder, die aufgrund eines Ferientages alle anwesend waren. Im Rahmen des Rundgangs machte sie uns auch auf einige bauliche Mängel an den Toiletten aufmerksam, bei deren Behebung wir sie unterstützen konnten.
Freitag, den 20. Februar
unternahmen wir einen größeren Ausflug. Lamin holte uns am Hotel ab, und gemeinsam fuhren wir nach Gunjur. Dort besuchten wir erneut die kleine Kunststoff-Recyclingfabrik, die wir bereits im November kennengelernt hatten. Wir kauften einige Schlüsselanhänger, die aus dem in Gambia reichlich vorhandenen Kunststoffmüll hergestellt werden.
Anschließend ging es weiter zu einem kleinen Reptilienzoo in Kartong, bevor wir zur Gunjur-Sand Moschee fuhren. Nach einem Besuch bei Lamins Familie in Sanyang ließen wir den Tag entspannt am Paradise Beach ausklingen.
Samstag, 21.02.
haben wir noch einmal die Familie von Ingrids Patenkind in Nyofelleh besucht. Ingrid begleitet die Familie schon seit vielen Jahren, und man spürt sofort, wie viel Vertrauen und Verbundenheit in dieser Beziehung steckt. Mittlerweile gehören elf Kinder zur Familie, und es ist berührend zu sehen, wie lebendig und herzlich es dort zugeht.
Auf dem Rückweg wartete noch ein letzter besonderer Moment auf uns. In Tanji hielten wir am Markt, um die letzten Dinge zu besorgen. Aber eigentlich war es viel mehr als nur Einkaufen: Wir standen einfach da, haben zugeschaut, wie die Fischer ihren Fang an Land brachten, wie gehandelt, gelacht und diskutiert wurde. Überall Bewegung, Stimmen, Gerüche – ein buntes, lebendiges Durcheinander, das uns noch einmal ganz tief in den Alltag dieses Ortes eintauchen ließ.
Am Abend trafen wir uns noch einmal mit Rise und Gerd zu einem gemeinsamen Abschiedsessen. Auch mein Pate Yungarr, der Grundschullehrer studiert, war dabei.
Sonntag, 22.02.
ließen wir nach dem Kofferpacken entspannt am Strand ausklingen. Die Papiere hatte Rise bereits am Vortag übergeben, sodass wir den Tag unbeschwert genießen konnten. Später brachte uns Lamin wieder zum Flughafen – seit die Straße ausgebaut ist und sich alle an die Kreisverkehre gewöhnt haben, dauert die Fahrt von Kololi nur noch etwa 30 Minuten.
In Schönefeld wurden wir schon von Anja erwartet, der wir gleich alles Wichtige übergeben konnten.