Kush ist ein Cannabis-Derivat, also eine synthetische Droge, das mit weiteren Bestandteilen gemischt wird, z.B. Fentanyl, Tramadol oder auch Formaldehyd. Man nennt Kush auch die „Zombie-Droge“, weil angeblich Knochen aus Gräbern zur Herstellung gestohlen werden, aber das ist nicht zweifelsfrei nachgewiesen.

Kush kann in westafrikanischen Labors gemixt werden, ist oft richtig schlecht zusammengepfuscht, psychoaktiv, macht sehr schnell sehr abhängig und kann tödlich enden. Dabei ist die Droge sehr billig und wird als Cannabisersatz beworben, den man sich auch in Armut leisten könne.
Alles in allem eine sehr schlechte Konstellation.
Das gambische Gesundheitsministerium stellt in seinem 3. Drogenbericht zum Thema Kush fest, dass das Land seit Februar 2024 einen deutlichen Zuwachs von Fällen verzeichnet, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Knapp 10% sind verstorben. Am deutlichsten betroffen ist die Altersklasse zwischen 14 und 23 Jahren und die meisten gemeldeten Abhängigen sind männlich.
Das Ministerium nannte eine Reihe notwendiger Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung. Gleichzeitig beklagt es die Unterfinanzierung, die diese Maßnahmen fast unmöglich machen. Immerhin wird die Öffentlichkeit zunehmend einbezogen, Informationen über Medien und Institutionen des Gesundheitssektors gestreut.
Mehr Informationen zum Thema:
The Gambia comprehensive Response to the Kush Crisis, Ismail Badjie on medium, 27.06.2024