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In den Sozialen Netzwerken geht gerade der Beitrag eines Gambiers viral, der vor Scamming mit Landverkäufen in Gambia warnt; HIER der Link zu seinem Facebook-Beitrag
In der Beschreibung kann man lesen (gekürzt): Be careful of this people in the Gambia who claimed to have a real estate agency, they are scammers! They just scammed me. I’m just giving the police a little time to do their job….anyway I’m not really happy with the way they are going with the case. I’m gathering facts inshallah all coming soon. Nobody will be exempted. This gambia belongs to all of us.
Welche Informationen können wir ableiten:
- Land in Gambia, insbesondere in urbanen Gegenden, ist ein knappes Gut und somit prädestiniert für Scamming, denn es liegt potentiell viel Geld in der Luft.
- Die Polizei arbeitet nicht zur Zufriedenheit des Betrogenen. Ihr zögerliches Vorgehen hilft den Scammern. Das ist so typisch, dass es das gesamtgesellschaftliche Problem, aus dem Scamming erwächst, mehr als deutlich unterstreicht: Wo Einkommens- und Aufstiegschancen über Jahrhunderte dermaßen ausgedünnt sind, versuchen so viele wie möglich von den wenigen Chancen zu profitieren.
- Es trifft potentiell jede und jeden. Scamming geschieht systematisch und beutet jeden möglichen Ansatz aus.
Denn wovon lebt der Mensch? fragt Bertold Brecht schon in der Dreigroschenoper – und eigentlich gibt es über die Ursache von Scamming in Gambia nichts weiter hinzuzufügen:
Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben/ Und Sünd und Missetat vermeiden kann/ Zuerst müßt ihr uns was zu fressen geben/ Dann könnt ihr reden: damit fängt es an. (…) Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral./ Erst muß es möglich sein auch armen Leuten/ Vom großen Brotlaib sich ihr Teil zu schneiden.