Vorsicht! –  Trends im Internetbetrug

Wenn wir in der dunklen Jahreszeit wieder Bilanz ziehen, weicher oder trauriger werden und zu Weihnachten Gutes verbreiten wollen, dann nehmen Trickbetrügereien deutlich zu. Wir fassen für euch aktuelle Betrugstrends zusammen.

  • Es trifft jegliche Menschen, aber Menschen im besten Alter am häufigsten.
  • Täter und Opfer sind weltweit verteilt.
  • Es ist ein weltweites Milliardengeschäft.
  • Klassischerweise in Social-Media- und in Dating-Apps: Eins unter sieben Datingprofilen ist Fake.
  • Betrüger*innen haben ihr Geschäft längst auf „unverfängliche“ Apps und Plattformen ausgedehnt, wie z.B. Onlinespiele, Karriereportale oder Google Hangouts.
  • Von Emails und Telefonanrufen ganz zu schweigen.
  • Künstliche Intelligenz erstellt in sekundenschnelle Scamming-Texte, angepasst auf jede erdenkliche Zielgruppe.

Aufkommenden Verdacht entkräften Scammer durch parallele Profile, d.h. es werden zusätzlich z.B. LinkendIn-, Facebook- u.ä. Profile oder gar ganze Geschäftswebseiten angelegt, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Und selbstverständlich geben sich Scammer gegenseitig „Deckung“, nehmen also verschiedene Rollen ein. Z.B. behauptet ein Scammer scher krank zu sein und nennt zwecks Vertrauensaufbau Namen und Tel. eines Arztes, der von einem anderen Scammer dargestellt wird.

  • Menschen über 65 Jahre erleiden die vergleichsweise höchsten finanziellen Verluste.
  • Manche Studien sehen Frauen im besten Alter am häufigsten betroffen, andere Studien sehen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis.

Immer so, dass die Betrügenden sich nicht ausweisen oder ihre Gesicht zeigen müssen:

  • Direktzahlungen (Western Union, etc.) und
  • Kryptowährungsfallen stehen an erster und zweiter Stelle.
  • An dritter Stelle folgt das Freischalten von Geschenkkarten.

Immer wieder liest man entsetzliche Geschichten von Leuten, die jahrelang irgendwo im Gefängnis verschwinden, weil bei ihnen viel Geld und/oder Drogen gefunden wurden.

Manchmal so sehr, dass der Vertrauensverlust schwerer als der finanzielle Schaden wiegt. Viel zu wenige Opfer erstatten Anzeige oder wehren sich anderweitig. Viele schämen sich, manche verdrängen oder verleugnen das Geschehene. Das macht sie aber leider anfällig für weitere Betrugsversuche.

Raus aus der Falle in vier Schritten:

  1. Blockieren Sie alle Kontaktdaten. Ohne Ankündigung. Ohne Reue.
  2. Aktiv werden, anzeigen: Sichern Sie Ihre Chats, Emails etc. Melden Sie das Profil. Erstatten Sie Anzeige.
  3. Reden: Holen Sie sich Ihr Selbstbewusstsein zurück -> Brechen Sie Ihr Schweigen, sprechen Sie sich aus.

Sie sind nicht allein mit Ihren Erfahrungen. Scamming ist ein weltweites Milliardengeschäft.


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